Das Rundschreiben vom September 2003
Im September 2003
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Gesellschaft!
Nach den gut besuchten Veranstaltungen im August erwarten wir Ihren regen Zuspruch auch für unser Herbstprogramm. Nähere Informationen anbei.
Zwei Dia-Vorträge aus der Reihe „Pilgerwege und Pilgerstätten“, jeweils im Suermondt Ludwig Museum Aachen:
Donnerstag, 25. September 2003, 20 Uhr,
Dia-Vortrag von Ilija Trojanow, Mumbai
An den inneren Ufern Indiens – 21 Tage und Nächte bei der Maha Kumbh Mela 2001
Donnerstag, 16. Oktober 2003, 20 Uhr,
Dia-Vortrag von Dr. Wolfgang Siepen, Aachen
Die historischen Stätten des Buddha – Zentren buddhistischer Pilgerschaft
Klassischer indischer Tanz der Extraklasse im Rahmen einer Deutschland-Tournee
Donnerstag, 2. Oktober 2003, 20 Uhr, Space im Ludwig Forum Aachen
Bharatanatyam-Tanz mit Liza Purkait, Calcutta, und vierköpfigem Musikensemble
Eintritt: Abendkasse 10 €/erm. 8 € Vorverkauf 8 €/erm. 6 €
Vorverkauf: Mayersche Buchhandlung Aachen und DIG Aachen Tel./Fax 0241 607271
Mittwoch, 26. November 2003, 19 Uhr,
Deutsch-Französisches Kulturinstitut, Theaterstr. 67, Aachen
Mitgliederversammlung mit anschließendem Dia-Vortrag über das Johar Hospital in Bihar
Folgende Tagungsordnungspunkte sind vorgesehen:
1. Bericht des Vorsitzenden
2. Bericht des Schatzmeisters
3. Bericht der Rechnungsprüfer
4. Entlastung des Vorstandes
5. Wahl des Vorstandes
6. Wahl der Rechnungsprüfer
7. Sonstige Anträge
8. Verschiedenes
Im Anschluss an den offiziellen Teil findet ein geselliges Zusammensein statt. Für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt sein.
Besonders freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Claudia Stauss, die mit einem Dia-Vortrag über ihr Johar Hospital in Bihar, ein Entwicklungshilfeprojekt mit Modellcharakter, und das einfache indische Landleben den Abend ausklingen lässt. In diesem Jahr waren übrigens aus den Reihen unserer Gesellschaft ein Arzt zwecks Durchführung orthopädischer Operationen und zwei Medizinstudenten zwecks Famulatur in dem Projekt. An dem Abend können nun auch Patenschaften für einige Waisenkinder im Johar Hospital übernommen werden.
Mit freundlichen Grüßen
| Jürgen Franz | Dr. Satish Batra | Hans-Albert Kusen |
| Bernd Lürkens | Navina Sehgal | Johannes A. Sequeira |
Im Anhang:
Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. Aachen
Donnerstag, 25. September 2003, 20 Uhr, Suermondt Ludwig Museum Aachen
Aus der Reihe „Pilgerwege und Pilgerstätten“:
An den inneren Ufern Indiens. 21 Tage und Nächte bei der Maha Kumbh Mela 2001
Diavortrag von Ilija Trojanow, Mumbai
Das Fest der Feste, oder der sandige Spiegel Indiens
Die Maha Kumbh Mela ist sicherlich die größte Zusammenkunft von Menschen auf der Welt. Im Januar 2001 kamen etwa 70 Millionen Menschen zusammen am Zusammenfluss von Ganges und Jamuna. Aber dieses hinduistische Fest zeichnet sich durch viel mehr aus als nur seine Größe. In den Trubel traditioneller Aspirationen mischt sich eine gehörige Portion des zwiespältigen Verhältnisses Indiens zur globalen Moderne. Riesige Bildschirme am Strand, die für Saft und Waschpulver werben, sind nur eines der Zeichen dieser Diskontinuität. Der Autor hat das Fest wochenlang in einem der Sadhu-Lager erlebt, inmitten eines komplexen, lauten und vielfältigen Kampfes um eine religiöse und politische Identität, die in Indien, wie schon immer, von Tag zu Tag neu verhandelt und definiert wird.
Der Deutsch-Bulgare Trojanow, der in Kenia aufgewachsen ist, der seine Schulzeit in Deutschland beendet und hier auch studiert hat und der nach umfangreichen Reisen seit 1998 in Mumbai lebt, ist Autor, u.a. bei Hanser, und Herausgeber und Verleger des Marino Verlages in München. Er erhielt zahlreiche Literatur-Preise. Von seinen Veröffentlichungen sind etwa „Hüter der Sonne“ (1996), „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ (1996), „Der Sadhu an der Teufelswand – Reportagen aus einem anderen Indien“ (2001) und vor allem ganz aktuell „An den inneren Ufern Indiens. Eine Reise entlang des Ganges“ (2003) zu nennen.
Wir empfehlen – auch als Ergänzung zu dem Vortrag - diese letzte bei Hanser erschienene Reiseerzählung sehr, einen überaus farbigen Bericht über ein Land zwischen einer uralten Tradition und einer höchst ungewissen Moderne und über den heiligen Fluss Ganges, der es über Hunderte von Kilometern durchzieht und den Trojanow von der Mündung, wo er aus dem ewigen Eis bricht, bis in die großen Städte bereist hat, mit dem Boot, dem Bus, in überfüllten Bahnen.
Donnerstag, 16. Oktober 2003, 20 Uhr, Suermondt Ludwig Museum Aachen
Aus der Reihe „Pilgerwege und Pilgerstätten“:
Die historischen Stätten des Buddha – Zentren buddhistischer Pilgerschaft
Diavortrag von Dr. Wolfgang Siepen, Aachen
Seit alters her gelten die Orte, an denen der Buddha gelebt und gewirkt hat, als besonders heilig. Diese Stätten zu besichtigen wird als Pilgerschaft verstanden, die jährlich unzählige Gläubige unternehmen. Von besonderem Interesse sind dabei die Orte Lumbini (Geburt), Kushinagar (Realisation des endgültigen Nirvana), Bodhgaya (Erleuchtung), Sarnath (erste Predigt) und Rajgir (beliebter Aufenthaltsort), weil sie direkt mit dem Leben des Buddha verbunden sind. Aber auch Sanchi als Reliquienstupa ist von herausragendem Interesse.
Der Vortrag wird abgerundet durch den Besuch der Höhlen von Ellora und Ajanta als Beispiele späterer Verehrungsstätten des Buddha, die bis heute als Pilgerziele aufgesucht werden, um die Kraft dieser Orte zur eigenen spirituellen Entfaltung zu nutzen.